Logic Pro X: Einfrieren von Spuren (Freeze)

Einfrieren von Spuren (Freeze)

Wenn „Erweiterte Werkzeuge einblenden“ im Bereich „Erweitert“ der Einstellungen ausgewählt ist, kannst du eine Spur einfrieren, um die Rechenleistung zu verringern, die für deren Wiedergabe erforderlich ist. Beim Einfrieren einer Spur reduziert sich die Prozessornutzung auf das Niveau einer hochauflösenden Audiospur bei der Wiedergabe ohne Effekt-Plug-Ins – unabhängig von der Anzahl oder Komplexität der in der Spur tatsächlich verwendeten Plug-Ins. Das Einfrieren ist besonders nützlich für Software-Instrument-Spuren und für Audiospuren, die komplexe Effekte verwenden. Multi-Ausgang-Software-Instrumente unterstützen das Einfrieren nicht.

Wenn du eine Spur einfrierst, wird sie in eine Audiodatei ausgelagert. Die Freeze-Datei beinhaltet die Ausgabe aller Plug-Ins der Spur und der gesamten Spurautomation. Solange die Spur eingefroren ist, wird anstelle der Originalspur die Freeze-Datei wiedergegeben. Die Originalspur wird temporär deaktiviert (einschließlich aller Plug-Ins). Channel-Strip-Steuerelemente (wie Spur stumm- und solo schalten) sind verfügbar, es kann jedoch kein Spurinhalt bearbeitet werden (einschließlich Region stumm- und solo schalten).

Solange eine Spur eingefroren ist, kann sie nicht bearbeitet werden. Wenn du die Spur bearbeiten willst, kannst du sie reaktivieren, die Änderungen vornehmen und sie dann wieder einfrieren.

Das Einfrieren ist dazu gedacht, besonders rechenintensive Prozesse wie Software-Instrumente mit einer komplexen Stimmenarchitektur und komplexe Plug-Ins (wie Halleffekte, Filterbanken oder FFT-basierte Effekte) zu umgehen. Wenn dein Computer alle aktiven Prozesse in Echtzeit berechnen kann, ist das Einfrieren von Spuren unnötig. Das Einfrieren von Spuren wird empfohlen, wenn Spuren mit rechenintensiven Software-Instrumenten oder Effekt-Plug-Ins endgültig festgelegt wurden oder keine weiteren Änderungen erfordern.

Durch Einfrieren von Spuren kannst du:

  • mehr Plug-Ins und Software-Instrumente in zusätzlichen Audio- oder Software-Instrument-Spuren verwenden, als es die Leistung deines Computers normalerweise erlauben würde.

  • Projekte abspielen, die auf leistungsstärkeren Computern erzeugt wurden und deren Wiedergabe dein Computer normalerweise nicht bewältigen würde.

Spur einfrieren

  1. Klicke auf die Taste „Freeze“ im Header einer Spur.

    Das Symbol wird grün , um anzugeben, dass die Spur zum Einfrieren bereit ist.

  2. Wähle im Informationsfenster „Spur“ einen Freeze-Modus:

    • Nur Quelle: Friert das Spursignal ohne Effekt-Plug-Ins ein. Wenn dies ausgewählt ist, wird die Taste „Freeze“ einfarbig dargestellt.

      Hinweis: Dieser Freeze-Modus eignet sich für Software-Instrumente oder Flex-Modi, die viel Rechenleistung benötigen.

    • Pre-Fader: Friert das Spursignal einschließlich aller Effekt-Plug-Ins ein. Wenn dies ausgewählt ist, zeigt die Taste „Freeze“ einen Punkt an.

  3. Klicke auf die Taste „Wiedergabe“ in der Steuerungsleiste.

  4. Zum Aufheben des Freeze-Status klicke erneut auf die Taste „Freeze“.

Möchtest du den Freeze-Status von mehreren Spuren ändern, klicke auf die Taste „Freeze“ einer Spur, halte die Maustaste gedrückt und bewege dann den Zeiger nach oben oder unten. Die Freeze-Tasten aller „berührten“ Spuren wechseln nun in denselben Status.

Wenn du versuchst, Änderungen an einer eingefrorenen Spur vorzunehmen, wirst du in einem Dialogfenster informiert, dass die Spur eingefroren ist.

Veröffentlichungsdatum: 13.09.2019
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