Referenzmodi mit dem Apple-Display verwenden
Hier erfährst du, wie du die Referenzmodi deines MacBook Pro mit Liquid Retina XDR-Display, Studio Display XDR, Studio Display oder Pro Display XDR verwendest und wie du benutzerdefinierte Referenzmodi für bestimmte Workflow-Anforderungen erstellst.
Das MacBook Pro, Studio Display XDR, Studio Display und das Pro Display XDR enthalten mehrere Referenzmodi, die typische Workflows zur Inhaltserstellung für verschiedene Medientypen abdecken. Wenn du einen benutzerdefinierten Farbworkflow hast, kannst du eigene Referenzmodi für deine Anforderungen erstellen.
Referenzmodus auswählen
So wählst du einen Referenzmodus in den Systemeinstellungen aus:
Wähle im Apple-Menü () die Option „Systemeinstellungen“.
Klicke auf „Monitore“.
Wenn mehrere Displays verbunden sind:
In macOS Ventura 13 oder höher wählst du das Display oben im Fenster „Displays“ aus.
Klicke in früheren Versionen von macOS auf „Bildschirmeinstellungen“ und wähle dann das Display in der Seitenleiste aus.
Wähle im Einblendmenü „Voreinstellungen“ einen Referenzmodus aus.
Du kannst auch im Kontrollzentrum einen Referenzmodus auswählen:
Klicke in der Menüleiste auf das .
Klicke auf „Display“.
Klicke neben dem Display, auf dem du den Referenzmodus verwenden möchtest, auf die und wähle einen Modus aus. Zum schnellen Wechseln zwischen Modi kannst du die Referenzmodi auswählen, die im Kontrollzentrum angezeigt werden sollen.
True Tone, Auto-Helligkeit und Night Shift sind mit deinem ausgewählten Modus vielleicht nicht verfügbar.
Bevorzugte Referenzmodi wählen
Du kannst auswählen, welche Referenzmodi im Kontrollzentrum im Bereich „Display“ angezeigt werden:
Wähle im Apple-Menü () die Option „Systemeinstellungen“.
Klicke auf „Monitore“.
Wenn mehrere Displays verbunden sind:
In macOS Ventura 13 oder höher wählst du das Display oben im Fenster „Displays“ aus.
Klicke in früheren Versionen von macOS auf „Bildschirmeinstellungen“ und wähle dann das Display in der Seitenleiste aus.
Klicke auf das Einblendmenü „Voreinstellungen“ und dann auf „Voreinstellungen bearbeiten“.
Wähle in der Spalte „Im Menü anzeigen“ die Referenzmodi aus, die im Kontrollzentrum angezeigt werden sollen, und klicke dann auf „Fertig“.
Informationen zu Referenzmodi
Du kannst die in deinem Display enthaltenen Referenzmodi verwenden, um die Produktionsanforderungen von HDR-, HD-, SD-Video- und anderen Medientypen zu erfüllen. Der Referenzmodus definiert Farbraum, Weißpunkt, Gammawert und Helligkeit des Displays.
Apple XDR Display (P3-2000 Nits)
Nutze diesen Modus auf dem Studio Display XDR für allgemeine private und berufliche Zwecke. Dieser Modus basiert auf den von Apple-Displays genutzten P3-Primärwerten für großen Farbraum und unterstützt eine hohe Dynamic Range mit bis zu 2000 Nits Spitzenhelligkeit.
Apple XDR Display (P3 + Adobe RGB-2000 Nits)
Nutze diesen Modus auf dem Studio Display XDR für allgemeine private und berufliche Zwecke. Dieser Modus basiert sowohl auf den P3- als auch auf den Adobe RGB-Farbprimärwerten, um eine Vielzahl kreativer und produktiver Workflows zu unterstützen, und bietet Unterstützung für eine hohe Dynamic Range mit bis zu 2000 Nits Spitzenhelligkeit.
Apple XDR Display (P3-1600 Nits)
Nutze diesen Modus auf dem MacBook Pro für allgemeine private und berufliche Zwecke. Dieser Modus basiert auf den von Apple-Displays genutzten P3-Primärwerten für großen Farbraum und unterstützt Extreme Dynamic Range (XDR) mit bis zu 1.600 Nits Spitzenhelligkeit.
Pro Display XDR (P3, 1600 Nits)
Nutze diesen Modus auf dem Pro Display XDR für allgemeine private und berufliche Zwecke. Dieser Modus basiert auf den von Apple-Displays genutzten P3-Primärwerten für großen Farbraum und unterstützt Extreme Dynamic Range (XDR) mit bis zu 1.600 Nits Spitzenhelligkeit.
Apple-Display (P3, 500 Nits)
Nutze diesen Modus für allgemeine private und berufliche Zwecke. Dieser Modus basiert auf den P3-Primärwerten für großen Farbraum und unterstützt einen Helligkeitsbereich von bis zu 500 Nits, wie er für integrierte Apple-Displays typisch ist.
Apple-Display (P3, 600 Nits)
Nutze diesen Modus für allgemeine private und berufliche Zwecke. Dieser Modus basiert auf den P3-Primärwerten für großen Farbraum und unterstützt einen Helligkeitsbereich von bis zu 600 Nits, wie er für integrierte Apple-Displays typisch ist.
HDR Video (P3-ST 2084)
Nutze diesen Modus auf dem MacBook Pro, Pro Display XDR oder Studio Display XDR zur Produktion und Bearbeitung von ultrahochauflösenden oder 4K-Videos bei bis zu 1.000 Nits (durchgehend im Vollbildmodus) bei den P3-Primärwerten für großen Farbraum und dem HDR-Standard SMPTE ST-2084 EOTF. Dieser Modus wurde für kontrollierte Anzeige-Eigenschaften nach ITU-R BT.2100 entwickelt.
HDTV Video (BT.709-BT.1886)
Nutze diesen Modus zur Produktion und Bearbeitung von hochauflösenden Videos nach den Empfehlungen BT.709 und BT.1886 des ITU-R-Standards. Dieser Modus wurde für kontrollierte Anzeige-Eigenschaften nach ITU-R BT.2035 entwickelt.
NTSC Video (BT.601 SMPTE-C)
Nutze diesen Modus zur Produktion und Bearbeitung von SD-Videos oder altem Videomaterial nach ITU-R BT.601 und den Farbprimärwerten von SMPTE-C. Dieser Modus wurde für kontrollierte Anzeige-Eigenschaften nach ITU-R BT.2035 entwickelt.
PAL und SECAM Video (BT.601 EBU)
Nutze diesen Modus zur Produktion oder Bearbeitung von SD-Videos oder altem Videomaterial nach ITU-R BT.601 und den Farbprimärwerten von EBU Tech 3213. Dieser Modus wurde für kontrollierte Anzeige-Eigenschaften nach ITU-R BT.2035 entwickelt.
Digitales Kino (P3-DCI)
Nutze diesen Modus zur (Post-)Produktion und Bearbeitung von Filmen mit dem P3-Kinofarbraum und dem Weißpunkt für digitales Kino. Dieser Modus wurde für kontrollierte Anzeige-Eigenschaften nach SMPTE RP 431-2:2011 entwickelt.
Digitales Kino (P3-D65)
Nutze diesen Modus zur (Post-)Produktion und Bearbeitung von Filmen mit dem P3-Kinofarbraum und dem D65-Weißpunkt. Dieser Modus wurde für kontrollierte Anzeige-Eigenschaften nach SMPTE RP 431-2:2011 entwickelt.
Design und Druck (P3-D50)
Nutze diesen Modus im Kontext von Grafikdesign, Druck und Verlagswesen. Dieser Modus verwendet die P3-Primärwerte, die einen größeren Farbraum als typische sRGB-Displays bieten. Anstelle von D65 verwendet es den D50-Weißpunkt, der typischerweise zur Bewertung der Farbe von Druckausgaben verwendet wird, und wurde für kontrollierte Anzeige-Eigenschaften gemäß ISO 3664:2009 entwickelt.
Design und Druck (Adobe RGB-D50)
Nutze diesen Modus auf dem Studio Display XDR im Kontext von Workflows in den Bereichen Grafikdesign, Druck und Verlagswesen, die Adobe RGB für Farbprimärwerte verwenden. Dieser Modus verwendet die Adobe RGB-Farbprimärwerte, die einen größeren Farbraum als typische sRGB-Displays bieten. Anstelle von D65 verwendet es den D50-Weißpunkt, der typischerweise zur Bewertung der Farbe von Druckausgaben verwendet wird, und wurde für kontrollierte Anzeige-Eigenschaften gemäß ISO 3664:2009 entwickelt.
HDR-Fotografie (P3-D65)
Nutze diesen Modus auf dem Studio Display XDR für typische Workflows im Bereich digitaler HDR-Fotografie. Dieser Modus verwendet die P3-Primärwerte mit dem D65-Weißpunkt, der typischerweise bei der Betrachtung auf einem Bildschirm angewandt wird und zur Einrichtung kontrollierter Anzeige-Eigenschaften entwickelt wurde.
Fotografie (P3-D65)
Nutze diesen Modus für typische Workflows im Kontext digitaler SDR-Fotografie. Dieser Modus verwendet die P3-Primärwerte mit dem D65-Weißpunkt, der typischerweise bei der Betrachtung auf einem Bildschirm angewandt wird und zur Einrichtung kontrollierter Anzeige-Eigenschaften entwickelt wurde.
Fotografie (Adobe RGB-D65)
Nutze diesen Modus auf dem Studio Display XDR für typische Workflows im Bereich digitaler Fotografie. Dieser Modus verwendet die Adobe RGB-Farbprimärwerte mit dem D65-Weißpunkt, der typischerweise bei der Betrachtung auf einem Bildschirm angewandt wird und zur Einrichtung kontrollierter Anzeige-Eigenschaften entwickelt wurde.
Internet und Web (sRGB)
Nutze diesen Modus bei der Erstellung von Webinhalten und für andere internetbasierte Anwendungen. Dieser Modus verwendet den weithin unterstützen sRGB-Farbraum (IEC 61966-2-1:1999) nach der W3C-Empfehlung CSS Color Module Level 3 und wurde zur Einrichtung kontrollierter Anzeige-Eigenschaften entwickelt (64 Lux empfohlen).
Medizinische Bildgebung (DICOM-350 Nits)
Verwende diesen Modus auf Studio Display XDR für Workflows zur medizinischen Bildgebung, die den AAPM TG270-Empfehlungen für die allgemeine Radiologie folgen. Dieser Modus verwendet die DICOM-GSDF-Übertragungsfunktion und ist für eine kontrollierte 25-Lux-Betrachtungsumgebung mit einem Leuchtdichteverhältnis von 350:1 und einer Spitzenhelligkeit von 350 Nits konzipiert.
Medizinische Bildgebung (DICOM-600 Nits)
Verwende diesen Modus auf Studio Display XDR für Workflows zur medizinischen Bildgebung, die den AAPM TG18-Empfehlungen folgen. Dieser Modus verwendet die DICOM-GSDF-Übertragungsfunktion und ist für eine kontrollierte 25-Lux-Betrachtungsumgebung mit einem Leuchtdichteverhältnis von 600:1 und einer Spitzenhelligkeit von 600 Nits konzipiert.
Benutzerdefinierte Referenzmodi
Fortgeschrittene Benutzer können benutzerdefinierte Referenzmodi erstellen, die an die individuellen Workflow-Anforderungen angepasst sind, indem sie aus verschiedenen Optionen für Farbraum, Weißpunkt, Luminanz und Übertragungsfunktion auswählen. Hier erfährst du mehr über die erweiterten Optionen, die du für benutzerdefinierte Referenzmodi konfigurieren kannst.
Benutzerdefinierten Referenzmodus erstellen
Wähle im Apple-Menü () die Option „Systemeinstellungen“.
Klicke auf „Monitore“.
Wenn mehrere Displays verbunden sind:
In macOS Ventura 13 oder höher wählst du das Display oben im Fenster „Displays“ aus.
Klicke in früheren Versionen von macOS auf „Bildschirmeinstellungen“ und wähle dann das Display in der Seitenleiste aus.
Klicke auf das Einblendmenü „Voreinstellungen“ und dann auf „Anpassen“.
Klicke auf die , und passe dann die Einstellungen für deinen Referenzmodus an.
Gib einen Namen und eine Beschreibung für deinen Referenzmodus ein und klicke auf „Voreinstellung sichern“.
Benutzerdefinierte Referenzmodi importieren und exportieren
Wähle im Apple-Menü () die Option „Systemeinstellungen“.
Klicke auf „Monitore“.
Wenn mehrere Displays verbunden sind:
In macOS Ventura 13 oder höher wählst du das Display oben im Fenster „Displays“ aus.
Klicke in früheren Versionen von macOS auf „Bildschirmeinstellungen“ und wähle dann das Display in der Seitenleiste aus.
Klicke auf das Einblendmenü „Voreinstellungen“, wähle „Anpassen“ und führe einen der folgenden Schritte aus:
Um einen Referenzmodus zu importieren, wähle das aus, wähle „Importieren“, wähle die Datei, die du importieren möchtest, und klicke auf „Öffnen“.
Um einen Referenzmodus zu exportieren, wähle das aus, wähle „Exportieren“, und klicke auf „Speichern“.