Logic Pro X: Globale und Controller-Einstellungen von Retro Synth

Globale und Controller-Einstellungen von Retro Synth

Die globalen Steuerelemente von Retro Synth werden verwendet, um die allgemeine Stimmung, Polyphonie und andere Aspekte von Instrumenten einzustellen.

In den Controller-Einstellungen können MIDI-Keyboard-Elemente den Steuerelementen von Retro Synth zugewiesen werden. Du kannst die drei MIDI-Controller „Velocity“, „Modulation Wheel“ und „Aftertouch“ verwenden, um die Steuerelemente für Filter-Cutoff, Wave Shape (Pulsweite) oder die LFO/Vibrato-Rate zu ändern. Du kannst mehrere MIDI-Controller demselben Parameter zuweisen. Zum Beispiel könntest du den Filter-Cutoff über die Velocity und den Aftertouch steuern. Alternativ kann ein MIDI-Controller zu mehreren Retro Synth-Parametern zugewiesen werden, sodass beispielsweise Aftertouch sowohl den Filter-Cutoff als auch das LFO-Tempo beeinflusst.

Wenn du bisher keine Erfahrung mit Synthesizern und den Konzepten der Modulationssteuerelemente hast, lies Synthesizer-Grundlagen – Übersicht.

Abbildung. Globale Parameter in Retro Synth

Klicke auf die Taste „Settings“, um zwischen den Steuerelementen für die Modulation und den Steuerelementen für „Global“/„Controller“ zu wechseln.

Globale Parameter

  • Einblendmenü „Transpose“: Wähle einen Wert, um Retro Synth um ±2 Oktaven zu transponieren.

  • Feld „Tune“: Klicke auf die Pfeile oder bewege den Wert vertikal, um Retro Synth in Halbtonschritten zu stimmen.

  • Einblendmenü „Bend“: Wähle einen Wert, um den maximalen Wert (nach oben und unten) für Pitchbend festzulegen. Die Pitchbend-Modulation wird üblicherweise mit dem Pitchbend-Rad des MIDI-Keyboards oder des Joysticks ausgeführt.

  • Einblendmenü „Voices“: Wähle die maximale Anzahl der gleichzeitig abspielbaren Noten (bis zu 16 Stimmen) oder verwende ihn als monophonen Synthesizer.

    • Wenn du „legato“ auswählst und legato spielst (durch Anschlagen einer neuen Taste, während die alte gehalten wird), werden die Abläufe der Hüllkurven nur für die ersten legato gespielten Noten neu gestartet und folgen dann ihrem eingestellten Verlauf so lange, bis du die letzte legato gespielte Taste loslässt. Dies bedeutet, dass wenn du legato spielst, das Portamento auftritt (die Portamento-Zeit wird mit dem Steuerelement für Autobend/Glide-Zeit eingestellt). Wenn alle Tasten vor dem Anschlag der neuen Note losgelassen werden, wird die Hüllkurve durch die neue Note getriggert, und das Portamento bleibt aus.

    • Wenn du „mono“ auswählst, werden beim Staccato-Spiel die Abläufe der Hüllkurvengeneratoren jedes Mal neu gestartet, wenn eine Note gespielt wird.

  • Feld „Voice Detune“: Klicke auf die Pfeile oder bewege den Wert vertikal, um Retro Synth in Cents zu stimmen (1 Cent = 1/100 Halbton).

  • Feld „Stereo Spread“: Klicke auf die Pfeile oder bewege den Wert vertikal, um relativ zur mittleren Position das Panning der Stimme einzustellen. Spread: 0=mono, 1=Panning ganz nach links/rechts. Das Panning von Stimmen erfolgt in einem alternierenden, symmetrischen Muster nach links oder rechts.

    Hinweis: Verstimmung und Panning funktioniert im Single- und Double Voice-Modus. Im Double Voice-Modus beeinflussen die Verstimmung und das Panning die entsprechenden Stimmpaare.

  • Einblendmenü „Voice Stacking“: Bestimme die Anzahl der gleichzeitig gespielten Stimmen im Unison-Modus. Das Verhalten im Unison-Modus hängt vom Wert des Parameters „Voice“ ab. Eine der Stärken von polyphonen Analog-Synthesizern ist der Unison-Modus (mit übereinander gelagerten Stimmen). Im Unison-Modus sind klassische Analog-Polysynths traditionell monophon, bei denen alle Stimmen gleichzeitig gespielt werden, wenn eine einzige Note gespielt wird. Da die Stimmen eines Analog-Synthesizers nie perfekt in Einklang sind, entsteht dadurch ein voller, Chorus-ähnlicher Effekt mit großer akustischer Tiefe.

    • Polyphoner Unison-Modus: Wenn im Einblendmenü „Voices“ ein Wert zwischen 2 bis 16 Stimmen ausgewählt wurde, werden die Stimmen zwar übereinander gelegt, aber du kannst polyphon spielen.

    • Monophoner Unison-Modus: Wenn im Einblendmenü „Voices“ die Option „mono“ oder „legato“ ausgewählt wurde, werden alle Stimmen übereinander gelegt, aber du kannst nur monophon oder legato spielen.

Controller-Parameter

Die in den Einblendmenüs verfügbaren Modulationsziele, die nachfolgend aufgeführt werden, ändern sich, wenn verschiedene Synthesizer-Engines aktiv sind.

  • Einblendmenü und Schieberegler „Mod Wheel to“: Wähle ein Modulationsziel für das Mod-Wheel des Keyboards. Mit dem Schieberegler wird die maximale Modulationsintensität festgelegt.

  • Einblendmenü und Schieberegler „Velocity to“: Wähle ein Ziel für die Modulation mit der Keyboard-Velocity. Mit dem Schieberegler wird die maximale Modulationsintensität festgelegt.

  • Einblendmenü und Schieberegler „Aftertouch to“: Wähle ein Ziel für die Modulation mit dem Keyboard-Aftertouch. Mit dem Schieberegler wird die maximale Modulationsintensität festgelegt.

  • Einblendmenü und Schieberegler „Assignable CC“: Wähle ein Ziel für die Modulation mit einem MIDI Continuous Controller. Mit dem Schieberegler wird die maximale Modulationsintensität festgelegt.

    Hinweis: Diese Modulationsquelle eignet sich ideal für die Verwendung mit MIDI CC#4 Foot Controller, der häufig in Verbindung mit Aftertouch verwendet wird. Sie ist auch bei MPE-Geräten nützlich, die erweiterte Controller-Funktionen bieten.

Published Date: 13.09.2019
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