360°-Video in Motion 5.4 erstellen und bereitstellen

In Motion 5.4 können Sie immersive bewegte 360°-Grafik mit Live-Ausgabe an ein VR-Headset erstellen und bereitstellen.

In Motion 5.4 können Sie bewegte 360º-Grafik in einem breiten Spektrum von Formaten und Bildgrößen erstellen. Beim Arbeiten in Motion können Sie Ihr 360°-Video in einem VR-Headset betrachten und es gleichzeitig in der Motion-Canvas überwachen. Wenn Sie mit dem Erstellen Ihrer bewegten Grafiken fertig sind, können Sie Ihr Projekt exportieren und es über verschiedene Websites zur Videofreigabe oder soziale Medien freigeben, z. B. den YouTube VR-Kanal, Facebook 360 und Vimeo 360.
 


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Vorbereitung

Um in Motion mit 360º-Video zu arbeiten, vergewissern Sie sich, dass Ihr Mac die Systemvoraussetzungen für 360º-Video und Motion 5.4 erfüllt. Wenn Sie beim Bearbeiten eine Überwachung mit einem VR-Headset durchführen möchten, vergewissern Sie sich, dass Sie ein unterstütztes VR-Headset verwenden und die erforderliche Software installiert haben.

Sie können 360°-Material mithilfe mehrerer Kameras aufnehmen, die auf ein spezielles Rig montiert sind. Sie können auch eine einzelne 360°-Kamera mit mehreren Objektiven verwenden. Jedes Objektiv zeichnet einen anderen Kamerawinkel auf, wobei sich die angrenzenden Winkel überlappen.

Bevor Sie 360°-Material in Motion importieren, müssen Sie ein einzelnes, nahtloses 360°-Bild erstellen. Einige 360°-Kameras bewerkstelligen dies automatisch, sodass Sie sofort mit dem Bearbeiten beginnen können. Wenn Sie ein Rig mit mehreren Kameras verwenden, müssen Sie die Kamerawinkel über Software von Drittanbietern miteinander verknüpfen, bevor Sie das Material nach Final Cut Pro importieren können.

Um 360º-Material in Motion verwenden zu können, muss es sich bei dem kombinierten Bild um ein monoskopisches oder stereoskopisches 360º-Bild in Rektangularprojektion handeln. Ein Rektangularbild sieht aus wie eine Weltkarte, die den Globus als zweidimensionales (2D) Rechteck abbildet.

Ein 360º-Projekt erstellen

Um ein neues 360º-fähiges Projekt in Motion zu erstellen, wählen Sie "Ablage" > "Neu" (oder drücken Sie Befehlstaste-N). Wählen Sie im Einblendmenü "Voreinstellung" die 360º-Videooption, die entweder der Auflösung Ihres 360º-Quellmaterials oder der Auflösung der freizugebenden Ausgabe entspricht. Klicken Sie auf "Öffnen". Motion erstellt automatisch ein Projekt mit den folgenden Objekten in der Liste "Ebenen":

  • Eine 3D-Gruppe
  • Eine Standpunkt-Kamera
  • Eine 360º-Umgebung

Medien einem 360º-Projekt hinzufügen

Ihr 360º-Projekt kann verschiedene Medien enthalten, einschließlich 360º-Clips, sowie auch Standardmedien wie Grafiken, Videos und Standbilder. 

Um 360º-Medien zu importieren, wählen Sie "Ablage" > "Importieren", und wählen Sie Ihren Clip aus. Achten Sie darauf, "Als 360º importieren" auszuwählen, und klicken Sie anschließend auf "Importieren". Motion fügt Ihren 360º-Clip automatisch der Ebene "360º-Umgebung" hinzu. Der 360º-Clip wird in der rechten Anzeige-Instanz (die Ansicht "360º-Übersicht") als Rektangularbild angezeigt. In der linken Anzeige-Instanz (die Ansicht "360°-Rundblick") können Sie eine kugelförmige Ansicht des Clips anzeigen und darin navigieren. 

Wenn Ihr 360º-Clip nicht in der Ebene "360º-Umgebung" angezeigt wird, müssen Sie ihn manuell hinzufügen. Damit sie als ein 360°-Bild angezeigt werden, müssen 360°-Clips in der Ebene "360°-Umgebung" angezeigt werden.

Standardmedien zu einem 360°-Projekt hinzufügen

Sie können einem 360°-Projekt Standardmedien wie Standbilder und Grafiken hinzufügen und diese überall im 360°-Raum als ein flaches Element platzieren. Um ein Standardmedium als ein flaches Element hinzuzufügen, wählen Sie "Ablage" > "Importieren", und wählen Sie anschließend Ihren Clip aus. Motion fügt Standardmedien automatisch der Ebene "3D-Gruppe" hinzu. Sie können Standardmedien in einem 360º-Projekt auf dieselbe Weise wie in einem standardmäßigen Motion-Projekt animieren.

In der 360º-Ansicht navigieren

Sie können die 360°-Sicht in der Ansicht "360°-Rundblick" schwenken. Klicken Sie auf , und ziehen Sie in eine beliebige Richtung, um die Kamera zu schwenken oder zu neigen. Um die Ansicht wieder auf ihre Standardausrichtung zurückzusetzen, doppelklicken Sie auf .  Außerdem können Sie die Standardausrichtung des Videos über den Filter "360º neu ausrichten" ändern.

Wenn Sie in den linken Anzeige-Instanzen navigieren, erscheinen in ein 360°-Projekt importierte Standardmedien flach. In Rektangularansichten konvertierte Medien passen sich hingegen der 360°-Kugel an.

Effekte und Partikel hinzufügen

Motion umfasst für 360°-Video optimierte Filter und Generatoren, darunter Weichzeichnungsfilter, Filter mit Glüheffekt und Scharfzeichnungsfilter. Wenn Sie nicht optimierte 360º-Effekte verwenden, werden in Ihren 360°-Projekten sichtbare Nahtlinien und andere unerwünschte Artefakte angezeigt.

Wenn Sie einen Effekt hinzufügen möchten, wählen Sie den Effekt in der Liste "Ebenen" aus, und wählen anschließend "Fenster" > "Informationen einblenden" > "Filter". Wenn der Filter ein Markierungsfeld "360° berücksichtigen" umfasst, achten Sie darauf, dieses zu aktivieren.

Sie können einem 360°-Projekt auch Partikel hinzufügen, um auf diese Weise komplexe Effekte zu erzeugen, die eine große Anzahl automatisch animierter Objekte umfassen. Mit Partikeln können Sie Simulationen von Schnee oder Rauch erzeugen, die in der 360°-Kugel angezeigt werden. Hier erfahren Sie, wie Sie in Motion mit Partikeln arbeiten.

360º Motion-Vorlagen für Final Cut Pro-Projekte erstellen

Nachdem Sie Ihr 360° Motion-Projekt erstellt haben, können Sie es als einen benutzerdefinierten Final Cut Pro-Übergang, einen Final Cut Pro-Titel, einen Final Cut Pro-Effekt oder einen Final Cut Pro-Generator speichern und in Ihrem Final Cut Pro-Projekt verwenden.

Sie können jedes Motion-Projekt in eine Final Cut Pro-Vorlage umwandeln, oder Sie beginnen mit einer der in Motion verfügbaren Standardvorlagen. Um eine der Standardvorlagen zu verwenden, wählen Sie "Ablage" > "Neu aus Projektübersicht". Wählen Sie in der linken Spalte "Leer" aus, und wählen Sie anschließend einen der Final Cut Pro-Vorlagentypen. Wählen Sie eine "360°-Video"-Option aus dem Menü "Voreinstellung", und klicken Sie anschließend auf "Öffnen".

Wenn Sie ein Motion-Projekt als eine Final Cut Pro-Vorlage sichern, können Sie in Final Cut Pro in der entsprechenden Kategorie in der jeweiligen Übersicht oder Seitenleiste darauf zugreifen.

360°-Medien in einem 3D-Projekt verwenden

Sie können ein 360°-Rektangular-Video mit einem einzelnen Ansichtsfeld exportieren, und es einem standardmäßigen Motion-Projekt hinzufügen. Im 360º-Projekt richten Sie die Kamera ein, um den Betrachtungswinkel des Bildes zu konfigurieren. Verwenden Sie anschließend den Filter "360° neu ausrichten", um den zu exportierenden Teil der 360°-Kugel zu erfassen. Sie können sogar Schwenk-, Neig- und Zoom-Bewegungen der Kamera animieren und diese in das exportierte Material aufnehmen.

Ein normales Projekt in ein 360°-Projekt konvertieren

Wenn Sie ein normales Projekt in ein 360°-Projekt umwandeln, projiziert Motion das Material auf eine flache Ebene im 360°-Raum. Sie müssen auch andere Objekte anpassen, damit diese in die 360°-Kugel projiziert werden. Wenn das Projekt beispielsweise einen Generator enthält, der in die 360°-Kugel projiziert werden soll, bewegen Sie den Generator in die Ebene "360°-Umgebung".

Fügen Sie in Ihrem vorhandenen Projekt eine 360°-Umgebung unten in der Liste "Ebenen" hinzu. Anschließend fügen Sie der Ebene "360°-Umgebung" 360°-Medien oder -Effekte hinzu. Wenn Ihr Projekt keine Kamera enthält, wählen Sie "Objekt" > "Neue Kamera", und setzen Sie die neue Kamera im Informationsfenster "Kamera" auf "Standort".

Sie können die Canvas in zwei Anzeige-Instanzen aufteilen. Klicken Sie rechts in der Canvas auf das Feld, und wählen Sie anschließend die "Split View"-Option mit zwei aufrechten Fenstern. Wählen Sie in der linken Anzeige-Instanz die Option "360°-Rundblick" im Einblendmenü "Kamera" aus. In der rechten Anzeige-Instanz wählen Sie im Einblendmenü "Kamera" die Option "360°-Übersicht" aus.

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