Plug-In-Effekte auf Audioregionen in Logic Pro X anwenden

Hier erfahren Sie, wie Sie mit der Funktion "Auswahlbasierte Verarbeitung" die Plug-In-Verarbeitung auf Audioregionen in Logic Pro X 10.3 anwenden.

Mit der Funktion "Auswahlbasierte Verarbeitung" können Sie die Plug-In-Verarbeitung direkt auf eine oder mehrere Audioregionen anwenden. Logic Pro X erstellt eine neue Datei für die verarbeiteten Regionen und speichert die Originaldateien für den Fall, dass Sie zum Original zurückkehren möchten. Sie können jedes der in Logic Pro X enthaltenen Plug-Ins sowie Audio Unit-Plug-Ins von Drittanbietern verwenden. Die Funktion "Auswahlbasierte Verarbeitung" wird gesondert von jeglichen Plug-Ins angewendet, die möglicherweise auf den Channel-Strips einer Spur vorhanden sind.

Verwendung der Funktion "Auswahlbasierte Verarbeitung":

Audioregionen auswählen

Sie können einen Teil einer Region, eine komplette Region oder Regionen aus mehreren Spuren auswählen und verarbeiten.

  1. Wählen Sie eine oder mehrere Audioregionen im Bereich "Spuren" oder im Audiospureditor aus, oder verwenden Sie das Marquee-Werkzeug, um Teile einer oder mehrerer Regionen im Bereich "Spuren" auszuwählen.
  2. Wählen Sie "Funktionen" > "Auswahlbasierte Verarbeitung" aus der Menüleiste des Spurbereichs oder des Audiospureditors. Das Fenster "Auswahlbasierte Verarbeitung" wird geöffnet.

Channel-Strip-Einstellungen oder Plug-Ins wählen

Im Fenster "Auswahlbasierte Verarbeitung" können Sie zwei einzelne Plug-In-Ketten festlegen, die im Fenster mit "A" und "B" gekennzeichnet sind. Sie können anschließend zwischen den beiden Plug-In-Ketten wechseln und sich eine Hörprobe der verarbeiteten Region anhören. Sie können in jede Kette bis zu 15 Plug-Ins einfügen. Sie können die kompletten Channel-Strip-Einstellungen wählen, oder Sie können einzelne Plug-Ins einfügen.

So wählen Sie eine Channel-Strip-Einstellung aus:

  1. Wählen Sie unter "Plug-Ins" die Kette aus, in die Sie eine Einstellung oder ein Plug-In einfügen möchten, sodass sie blau markiert ist.
  2. Klicken Sie auf das Einblendmenü "Channel-Strip-Setting", und wählen Sie eine Einstellung aus einem der Untermenüs ("Dynamik", "Effekte", "Utility" oder "Stimme").

So fügen Sie ein einzelnes Plug-In ein:

  • Klicken Sie auf einen Slot in einer der beiden Plug-In-Ketten, und wählen Sie ein Plug-In aus dem Menü.

Sie können mit den Channel-Strip-Einstellungen in der Funktion "Auswahlbasierte Verarbeitung" auf dieselbe Weise arbeiten, wie Sie auch mit den Standard-Channel-Strip-Einstellungen arbeiten.

Pegel der ausgewählten Region anpassen

Um den Pegel der verarbeiteten Region anzupassen, klicken Sie auf das Einblendmenü "Pegel", und wählen Sie eine der folgenden Optionen:

  • Keine Änderung: Die Lautstärke der Originalquelle und die Einstellungen der Plug-Ins legen den Pegel der erstellten Audiodatei fest.
  • Lautstärkenkompensierung: Logic Pro passt die Lautstärke der verarbeiteten Datei so an, dass sie mit der Originalquellaufnahme übereinstimmt.
  • Übersteuerungsschutz: Bei Bedarf reduziert Logic Pro die Lautstärke genau passend, um digitales Clipping zu vermeiden. Wenn die Pegel den Clipping-Grenzwert nicht überschreiten, ändert Logic Pro den Pegel nicht.
  • Normalisieren: Die Lautstärke der verarbeiteten Datei wird so angepasst, dass die Pegel knapp unter den Grenzwert für digitales Clipping fallen. Diese Option wird normalerweise nur auf eine komplette Region angewendet.

Hörprobe der Verarbeitung

Mit einer Hörprobe können Sie feststellen, wie sich Plug-Ins oder Channel-Strip-Einstellungen auf Ihr Audio auswirken, bevor Sie die Verarbeitung anwenden. Wählen Sie die Plug-In-Kette, für die Sie eine Hörprobe erhalten möchten, und klicken Sie auf das Vorhören-Symbol  .

Klicken Sie auf das Zahnrad-Symbol , um die Einstellungen für das "Vorhören" festzulegen: 

  • Vorhören aktiviert Solo: Beim Vorhören wird für die Region Solo aktiviert.
  • Vorhören aktiviert Cycle: Die ausgewählte Region oder die Marquee-Auswahl wiederholt sich.

Sie können eine komplette Plug-In-Kette umgehen, indem Sie auf die Taste "Bypass"  am oberen Ende der Plug-In-Kette klicken. Sie können ein einzelnes Plug-In umgehen, indem Sie auf dessen Taste "Bypass" im Slot klicken.

Festlegen, wie Logic Pro mit verarbeiteten Audioregionen umgeht

Sie können festlegen, wie Logic Pro Audioregionen im Spurbereich platziert, nachdem Sie die Verarbeitung angewendet haben:

  • An Marquee-Grenzen teilen: Diese Option ist verfügbar, wenn Sie einen Teil einer Region für die Verarbeitung ausgewählt haben. Wenn Sie diese Option auswählen, erstellt Logic Pro eine neue Audiodatei, die lediglich die Länge der Marquee-Auswahl umfasst.
  • Neuen Take erstellen: Diese Option ist verfügbar, wenn Sie die Funktion "Auswahlbasierte Verarbeitung" aus dem Funktionsmenü des Bereichs "Spuren" ausgewählt haben. Wenn Sie diese Option auswählen, erstellt Logic Pro einen Take-Ordner, der sowohl die verarbeiteten als auch die unverarbeiteten Regionen enthält.
  • Effektfahne hinzufügen: Diese Option ist verfügbar, wenn Sie einen Teil einer Region für die Verarbeitung ausgewählt haben. Wenn Sie diese Option auswählen, erstellt Logic Pro eine Region, die alle Effektfahnen enthält, die länger als die Auswahl sind. Allerdings ist die rechte Grenze der Region an der Position der Marquee-Auswahl festgelegt. Wenn sich die Marquee-Auswahl hinter der rechten Grenze der Region befindet, behält die Effektfahne ihre natürliche Länge bei. Sie können die Grenze so anpassen, dass die Effektfahne in der Region eingeblendet wird. 

Verarbeitung anwenden

Nachdem Sie alle Optionen festgelegt haben, wählen Sie die gewünschte Plug-In-Kette aus, und klicken Sie auf "Anwenden". Sie können jede Verarbeitung mit "Widerrufen" rückgängig machen.

Sie können dieselbe Verarbeitung auch problemlos auf andere ausgewählte Regionen anwenden. Wählen Sie eine oder mehrere Regionen und anschließend "Funktionen" > "Auswahlbasierte Verarbeitung" aus der Menüleiste des Spurbereichs oder des Audiospureditors aus, und wählen Sie "Auswahlbasierte Verarbeitung erneut anwenden".

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