Xsan: Für optimale Leistung konfigurieren

Viele Faktoren wirken sich auf die Leistung aus, wenn Sie Dateien von und auf Xsan Volumes kopieren. Während die folgenden Vorschläge für ein richtiges Funktionieren nicht wesentlich sind, können sie die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten auf einem Xsan Volume verbessern.

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Notes aktualisieren:

  1. Wenn Sie Ihre Volumes von Xsan 1.0.x auf Xsan 1.1 migriert haben, müssen Sie Ihre Volume-Konfigurationsdateien manuell bearbeiten, um eine bessere Leistung und Stabilität zu gewährleisten.
  2. Wenn Sie von einer früheren Version von Xsan auf Version 1.2 aktualisiert haben, müssen Sie eventuell die Journalgröße Ihres Volumes ändern (Mehr dazu).

Vorgeschlagene Maßnahmen

  • Wenn Sie Volumes erstellen, konfigurieren Sie die Metadaten und das Journal so, dass sie in einem Pool vorhanden sind, der von den Benutzerdaten getrennt ist.
  • Konfigurieren Sie die Metadaten-LUN als RAID 1, welches über ein besseres zufälliges E/A-Leistungsprofil verfügt als RAID 5. Die zufällige E/A-Leistung ist für den Metadaten-LUN wichtig.
  • Stellen Sie sicher, dass die Metadaten-LUN über einen eigenen RAID-Controller verfügt. Falls sich auf demselben RAID-Controller eine weitere LUN befindet, stellen Sie sicher, dass diese LUN selten verwendet wird.
  • Konfigurieren Sie das RAID so, dass es auf jeder Seite sieben Laufwerke enthält (erklären Sie eines zum Hot Spare, wenn Ihnen dies wichtig ist) und über 512 MB Arbeitsspeicher verfügt. Konfigurieren Sie beide Seiten des Xserve RAID auf RAID Level 5 (außer wie oben angemerkt die Metadaten-LUN). Beachten Sie, dass die Leistung während der Erstellung der RAID-Gruppe abnimmt. Je nach Größe der RAID-Gruppe kann die Erstellung bis zu 24 Stunden dauern. Siehe auch "Tipps zum Vermeiden unerwarteter Hardware- oder Leistungsprobleme."
  • Stellen Sie sicher, dass es sich beim Metadatennetzwerk um ein vom WAN separates physisches Netzwerk handelt, wie in der Xsan Dokumentation beschrieben:
    1. Überprüfen Sie den Xsan Admin (Setup > Computer) und stellen Sie sicher, dass die Metadaten-Controller (MDCs) so eingestellt sind, dass mit der für die Metadaten reservierten Schnittstelle eine Verbindung zum Xsan Netzwerk erfolgt – und nicht mit der WAN-Schnittstelle.
    2. Stellen Sie sicher, dass die Schnittstelle für die Netzwerkdienste über die höchste Priorität in der Anschlusskonfigurationsliste verfügt (Anweisungen hierzu finden Sie im Abschnitt "Anschlusspriorität einstellen" des Artikels "Netzwerkumgebungen in Mac OS X verwenden").
    3. Öffnen Sie bei jedem MDC und Xsan Client den Apple System Profiler. Wählen Sie "Netzwerk" und anschließend die Schnittstelle aus der Liste, welche die Metadatenschnittstelle des Computers ist. Stellen Sie sicher, dass die Einstellungen für Ethernet > Medienoptionen auf "Vollduplex, Flusskontrolle" und der Mediensubtyp auf "1000baseT" gesetzt sind.
  • Vergewissern Sie sich, dass die MDCs Xsan gewidmet sind. MDCs liefern eine wesentlich bessere Leistung, wenn sie nicht zur Ausführung von Diensten wie AFP, NFS usw. konfiguriert sind.
  • Eine Dateifragmentierung kann zu langsameren Lesegeschwindigkeiten führen. Defragmentieren Sie mit "snfsdefrag" die Dateien auf dem Xsan Volume:

    snfsdefrag -r <Pfad zum Volume>
  • Versuchen Sie, die Zahl von Dateien in einem Verzeichnis zu beschränken, da sich diese auf die Xsan Leistung auswirken kann. Apple gibt keine Beschränkung für die Dateizahl in einem Verzeichnis vor, daher müssen Sie dies mit verschiedenen Konfigurationen testen.
  • Sorgen Sie dafür, dass die Mindestarbeitsspeicher-Anforderungen erfüllt sind. Metadaten-Controller erfordern mindestens 512 MB Arbeitsspeicher plus zusätzliche 512 MB für jedes Xsan Volume.
  • Wenn Sie die Zahl von LUNs in einem Speicherpool erhöhen, kann sich die Geschwindigkeit erhöhen, mit der Daten von einem Volume gelesen und darauf geschrieben werden können.
  • Stellen Sie sicher, dass jeder Xsan Client und MDC seine Netzwerkdienste-Schnittstelle in einen voll qualifizierten Domänennamen auflösen kann.
  • Das Kopieren zwischen Xsan Volumes kann die Leistung verringern. Um einen Leistungsabfall zu vermeiden, können Sie das Kopieren zwischen Xsan Volumes mit dem Befehlszeilen-Dienstprogramm "cvcp" ausführen.
  • Wählen Sie für Ihre Volumes die richtige Blockzuordnungsgröße.
  • Stellen Sie sicher, dass die Apple Fibre Channel Karte im richtigen Steckplatz des verwendeten Computers installiert ist. Siehe "Häufig gestellte Fragen zu Xserve RAID" und den Artikel 32480.
  • Stellen Sie sicher, dass alle Fibre Channel Schnittstellen – einschließlich des HBA, Fibre Channel Switch und der Fibre Speichergeräte – für eine Kommunikation mit 2 Gb/s (Gigabit pro Sekunde) eingestellt sind.
  • Sorgen Sie dafür, dass die Hosts mit allen verfügbaren Anschlüssen am PCI-HBA an den Fibre Channel Switch angeschlossen sind.
  • Stellen Sie für eine maximale Xserve RAID-Leistung sicher, dass die folgenden Einstellungen in RAID Admin vorgenommen wurden:
    1. Apple Drive Module (ADM) aktivieren Laufwerk-Cache.
    2. Prefetch auf 8 Streifen einstellen (512 MB pro Festplatte) (Siehe Abschnitt unkomprimiertes Bearbeiten des Final Cut Pro Handbuchs.)
    3. Schreib-Caches aktivieren. Siehe Abschnitt unkomprimiertes Bearbeiten des Final Cut Pro Handbuchs. Achtung: Wenn Sie dies tun, sollten Sie über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) verfügen, um einem Szenario mit Datenverlust vorzubeugen. Weitere Informationen finden Sie in diesem Artikel.
    4. Um Unterbrechungen beim Streamen von Daten zu vermeiden, achten Sie darauf, dass die Option "Bereinigung des Host-Cache erlauben" in RAID Admin für jedes Xserve RAID deaktiviert ist.
    5. Wählen Sie RAID Admin > Einstellungen > Leistung, und deaktivieren Sie die Option "Festen Streaming-Modus verwenden".
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