Informationen zu inkompatiblen Medien in Final Cut Pro X

Zur Vorbereitung auf zukünftige macOS-Versionen sollten Sie ältere Medien in Ihren Final Cut Pro X- und Motion-Projekten erkennen und konvertieren.

Aufgrund des zu einem späteren Zeitpunkt stattfindenden Wechsels von der 32-Bit- zur 64-Bit-Technologie in macOS wird möglicherweise in Final Cut Pro oder Motion ein Hinweis zu älteren Mediendateien angezeigt. Dieser gibt an, dass diese Dateien nicht mit zukünftigen macOS-Versionen (nach macOS Mojave) kompatibel sein werden.

Bei der Erstellung dieser inkompatiblen Mediendateien wurden wahrscheinlich Formate oder Codecs verwendet, die QuickTime 7 benötigen. Diese ältere QuickTime-Version ist aus Kompatibilitätsgründen ein Bestandteil von macOS Mojave. Das QuickTime 7-Framework wird jedoch in macOS-Versionen nach macOS Mojave nicht mehr enthalten sein, sodass Sie ältere Mediendateien zuerst erkennen und konvertieren müssen, um sie weiterhin in Final Cut Pro zu verwenden.1

Bevor Sie ein Upgrade auf die nächste größere macOS-Version nach macOS Mojave durchführen, sollten Sie alle inkompatiblen Mediendateien konvertieren. Nach dem Upgrade ist die Option zur Konvertierung von inkompatiblen Dateien nicht mehr verfügbar.

Sie sollten die Kompatibilität aller neu erstellten Mediendateien mit macOS-Versionen nach macOS Mojave sicherstellen, indem Sie von Final Cut Pro unterstützte Kameras und Medienformate sowie von Motion unterstützte Medienformate einsetzen.

1. Zur Konvertierung von inkompatiblen Mediendateien, die in Motion und Compressor erkannt wurden, können Sie QuickTime Player verwenden, um einzelne Dateien umzuwandeln, oder mit Compressor mehrere Dateien gleichzeitig zu konvertieren.

Inkompatible Mediendateien in Final Cut Pro erkennen und konvertieren

Wenn Sie Medien importieren oder eine Mediathek in Final Cut Pro 10.4.6 oder neuer öffnen, wird ein Fenster angezeigt, in dem gegebenenfalls inkompatible Mediendateien aufgelistet werden.

Um inkompatible Mediendateien direkt zu konvertieren, klicken Sie im Fenster auf "Konvertieren". Final Cut Pro erstellt Kopien der Mediendateien im Apple ProRes-Format, platziert diese am aktuellen Speicherort für Medien der Mediathek und verknüpft Clips in der Mediathek erneut mit den konvertierten Dateien.

Wenn Sie die Konvertierung später vornehmen möchten, können Sie jederzeit in Final Cut Pro die Mediathek scannen und inkompatible Dateien konvertieren:

  1. Wählen Sie in Final Cut Pro die Option "Ablage" > "Medienkompatibilität prüfen" aus. 
  2. Klicken Sie im Fenster, in dem die inkompatiblen Mediendateien aufgelistet werden, auf "Konvertieren".

Hier finden Sie weitere Informationen, wie Final Cut Pro inkompatible Mediendateien erkennt und konvertiert.

Das Format von Clips manuell identifizieren

Sie können mit Final Cut Pro für jeden Clip in Ihrer Mediathek das Format oder den Codec auch manuell identifizieren:

  1. Falls für die Übersicht nicht die Listendarstellung aktiviert ist, klicken Sie oben rechts in der Übersicht auf Taste für die Listendarstellung, oder wählen Sie "Darstellung" > "Übersicht" > "Zwischen Filmstreifen- & Listendarstellung wechseln". 
  2. Klicken Sie bei gedrückter Control-Taste auf eine Spaltenüberschrift in der Übersicht, und wählen Sie dann in der Liste die Option "Codecs" aus.
  3. Scrollen Sie die Übersicht nach links oder rechts, bis Sie die Spalte "Codecs" sehen.
  4. Sie können die Clips nach Codec sortieren, indem Sie auf die Spaltenüberschrift "Codecs" klicken.

Wenn Sie optimierte Medien erstellt haben

Wenn Sie optimierte Medien erstellen, generiert Final Cut Pro Kopien der ursprünglichen Dateien im Apple ProRes 422-Format. Diese Kopien sind mit zukünftigen macOS-Versionen kompatibel. Falls Sie optimierte Mediendateien erstellt haben, sollten Sie die ursprünglichen Dateien dennoch konvertieren, damit diese künftig kompatibel sind. Wenn Sie die Dateien konvertieren, haben diese dasselbe ProRes 422-Format wie die optimierten Medien.

Wenn Ihre Mediathek in Final Cut Pro Motion-Projekte mit inkompatiblen Mediendateien enthält

Final Cut Pro erkennt keine inkompatiblen Medien, die in Motion-Projekten verwendet werden. Um zu überprüfen, ob ein Motion-Projekt inkompatible Medien enthält, öffnen Sie das Projekt in Motion. Falls inkompatible Medien erkannt werden, wird eine Meldung angezeigt. Wenn inkompatible Medien im Motion-Projekt vorhanden sind, können Sie sie mit QuickTime Player oder Compressor konvertieren.

Inkompatible Medien in Compressor konvertieren

Sie können eine oder mehrere Mediendateien in Compressor umcodieren, sodass sie ein unterstütztes Format haben, etwa Apple ProRes. Bei diesem Format bleibt die Bildqualität erhalten, und es bietet die beste Leistung bei der Bearbeitung in Final Cut Pro.

Inkompatible Medien im QuickTime Player konvertieren

Sie können auch inkompatible Mediendateien konvertieren, indem Sie sie mit dem QuickTime Player (Version 10.0 oder neuer) öffnen und dann eine Kopie unter einem anderen Namen sichern. In macOS-Versionen nach macOS Mojave wird diese Vorgehensweise nicht mehr unterstützt.

Formate, die mit macOS-Versionen nach macOS Mojave kompatibel sind

Für diese Video-, Audio-, Standbild- und Containerformate wird das QuickTime 7-Framework nicht benötigt. Daher sind sie auf Geräten mit macOS-Versionen nach macOS Mojave mit Final Cut Pro, Motion und Compressor kompatibel:

Videoformate

  • Apple Animation Codec
  • Apple Intermediate Codec
  • Apple ProRes
  • Apple ProRes RAW
  • AVCHD (einschließlich AVCCAM, AVCHD Lite und NXCAM)
  • AVC-ULTRA (einschließlich AVC-LongG, AVC-Intra-Variante 50/100/200/4:4:4 und AVC-Intra LT)
  • Canon Cinema RAW Light2
  • DV (einschließlich DVCAM, DVCPRO und DVCPRO50)
  • DVCPRO HD
  • H.264
  • HDV
  • HEVC(H.265)
  • iFrame
  • Motion JPEG (nur OpenDML)
  • MPEG-4 SP
  • MPEG IMX (D-10)
  • REDCODE RAW2
  • Unkomprimiertes 8-Bit 4:2:2
  • Unkomprimiertes 10-Bit 4:2:2
  • Unkomprimiertes 10-Bit "R10k"
  • XAVC (einschließlich XAVC-S)
  • XDCAM HD/EX/HD422
  • XF-AVC

Audioformate

  • AAC
  • AIFF
  • BWF
  • CAF
  • MP3
  • MP4
  • RF64
  • WAV

Standbildformate

  • BMP
  • GIF
  • HEIF
  • JPEG
  • PNG
  • PSD
  • RAW
  • TGA
  • TIFF

Containerformate

  • 3GP
  • AVI
  • MOV (QuickTime)
  • MP4
  • MTS/M2TS
  • MXF

2 Diese Formate werden in Final Cut Pro unterstützt und erfordern Zusatzsoftware von den Kameraherstellern. 

Medienformate, die vom Wechsel zur 64-Bit-Technologie betroffen sind

In macOS-Versionen bis einschließlich macOS Mojave wurde das QuickTime 7-Framework mithilfe von Drittanbieter-Software ausgeweitet, um zahlreiche inkompatible Medienformate zu unterstützen. In macOS-Versionen nach macOS Mojave wird das QuickTime 7-Framework nicht mehr verfügbar sein, sodass inkompatible Formate nicht in Final Cut Pro, Motion und Compressor unterstützt werden.

Unter Umständen werden Drittanbieterentwickler die Kompatibilität mit einigen Formaten weiterhin aufrechterhalten, indem sie die Unterstützung direkt in ihre Apps implementieren. Kontaktieren Sie die Entwickler von Drittanbieter-Apps, um zu erfahren, welche Medienformate in ihren Apps unterstützt werden.

Beispiele für Medienformate, die von diesem Wechsel betroffen sind:

  • 3ivx MPEG-4
  • AV1/VP9
  • AVC0/AVA0-Medien
  • Avid DNxHD/DNxHR
  • Avid DV/DV100/JFIF/Motion JPEG
  • Avid Meridien/1:1x/Packed/RGBPacked
  • BitJazz SheerVideo
  • CineForm
  • Cinepak
  • DivX
  • Flash Video
  • FlashPix
  • FLC
  • GlueTools-Codecs für Cineon/DPX, Phantom Cine, ARRIRAW, unkomprimiertes RGB
  • H.261
  • Implode
  • Indeo Video 5.1
  • Intel Video 4:3
  • JPEG 2000
  • Microsoft Video 1
  • Motion JPEG A
  • Motion JPEG B
  • On2 VP3, VP5, VP6, VP6-E, VP6-S, VP7, VP8, VP9
  • Perian-Codec-Sammlung (z. B. Microsoft MPEG-4, DivX, 3ivx, VP6 und VP3)
  • Pixlet
  • Planar RGB
  • RealVideo
  • REDCODE QuickTime Decoder (.mov)
  • SGI
  • Sony HDCAM-SR (SStP)
  • Sorenson 3
  • Sorenson Spark
  • Sorenson Video/Video 3/YUV9
  • Streambox ACT-L2
  • Windows Media Video 7, 8, 9
  • Theora Video (Xiph.org)
  • ZyGoVideo

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