Informationen zu EMV und Apple Pay für Händler

Hier erfahren Sie mehr über EMV sowie darüber, was sich bei einem Umstieg auf EMV für Sie ändert und warum es für Ihre Geschäfte wichtig ist.

Was ist EMV?

EMV ist ein Zahlungstechnologiestandard für Transaktionen mit Debit- und Kreditkarten. Es beinhaltet Funktionen für eine höhere Transaktionssicherheit, verringert das Risiko von Kartenbetrug und bietet weitere Anwendungsfunktionen, die mit Magnetstreifenkarten nicht möglich sind.

Dieses verbesserte Sicherheitsprotokoll verwendet für jede Transaktion einen eindeutigen Code, der zusammen mit den Karteninformationen zur Überprüfung an die Bank oder den Kartenherausgeber weitergeleitet wird. Durch diese Form der Authentifizierung wird der Einsatz von gestohlenen oder kopierten Kartendaten erschwert.

Was passiert mit Zahlungen mit Magnetstreifenkarten? Wie wirkt sich ein Umstieg auf EMV auf meine Geschäfte aus?

Aufgrund steigender Betrugsraten und den zahlreichen schwerwiegenden Fällen von Datenmissbrauch, die sich in letzter Zeit ereigneten, verabschieden sich Banken, Kartenaussteller und Händler in den USA zunehmend von Magnetstreifenkarten und -Terminals. Durch den Umstieg auf Chipkarten und EMV-fähige Terminals werden Verbraucher geschützt und betrugsbedingte Verluste durch gefälschte, verlorene oder gestohlene Karten verringert. 

Während der Umstellung auf die EMV-fähige Zahlungsinfrastruktur müssen Sie Ihre aktuelle Verkaufsstelle neu beurteilen, um Ihren Weg in Richtung EMV-Compliance festzulegen. Sie müssen unter Umständen die Hardware oder Software Ihres Systems an der Verkaufsstelle oder beides aktualisieren.

Seit dem 1. Oktober 2015 können Unternehmen, die keine EMV-Zahlungen verarbeiten können, für betrügerische Transaktionen mit Chipkarten haftbar gemacht werden.

Wer haftet?

Bislang haftete die Bank oder der Kartenaussteller für die Kosten, wenn ein Händler im Rahmen eines Betrugs eine Karte verwendet hat. Seit Oktober 2015 haftet die Bank bzw. der Kartenaussteller allerdings nicht mehr, wenn jemand eine betrügerische Transaktion mit einer Chipkarte oder über Apple Pay durchführt und ein Händler nicht über ein EMV-kompatibles Lesegerät verfügt. Wenn jemand zum Beispiel mit einer gefälschten EMV-Chipkarte einen Kauf in Höhe von 30 € tätigt und der Händler kein Chipkarten-Lesegerät hat, haftet der Händler für diese 30 €.

Was bedeutet EMV für Apple Pay?

Apple Pay erfüllt die aktuellen EMV-Standards zur Tokenisierung von Transaktionen, was zu einem sichereren Zahlungsverfahren führt. Beim Umstieg auf EMV sollten Händler ihre Terminals aktualisieren, damit die neueste Software unterstützt wird. Dazu sollte auch die Near Field Communication (NFC) zählen, damit Sie Apple Pay und andere kontaktlose Transaktionen akzeptieren können. Hier erfahren Sie, was Sie vor der Aktualisierung Ihrer Terminals tun müssen

Aufgrund der strengeren Sicherheitsmaßnahmen können EMV-Transaktionen mit Chipkarten länger dauern als Transaktionen mit Magnetstreifenkarten. Allerdings sind Apple Pay-Transaktionen über NFC deutlich schneller und sogar noch sicherer.

Worin besteht der Unterschied zwischen EMV und NFC?

EMV und NFC sind sich ergänzende Technologien. EMV ist der globale Zahlungsstandard für Transaktionen mit und ohne Kontakt auf einem EMV-fähigen Terminal. NFC ist eine Technologie, mit der elektronische Geräte wie iPhone oder Apple Watch mit einem Kassenterminal kommunizieren können, wenn sie sich nahe genug beieinander befinden.

Wenngleich sich der Zahlungsablauf unterscheidet (Karte in das Chipkarten-Lesegerät einführen, anstatt das Gerät in die Nähe des NFC-Lesegeräts zu halten), handelt es sich sowohl bei kartenbasierten als auch bei kontaktlosen EMV-Zahlungen um sicherere, authentifizierte Zahlungsweisen. Die meisten Lesegeräte, die EMV-Chipkarten akzeptieren, unterstützen auch die für Apple Pay erforderliche NFC-Technologie. 

Wie aktiviere ich EMV, kontaktlose Zahlungen und Apple Pay?

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