Logic: Informationen zu I/O-Puffergröße und Monitoring-Latenz

Erfahren Sie mehr über die Latenzzeit auf einem digitalen Audiosystem und die Festlegung der optimalen Puffergröße für Ihren Computer.

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Wenn Sie Audio in Logic und einer anderen Audio-Software überwachen, muss der Computer einige der eingehenden und ausgehenden Daten puffern, um Unterbrechungen, Knack- und Knalllaute zu vermeiden. Die für den Puffer erforderliche Größe ist von Faktoren wie der Prozessorgeschwindigkeit, dem Audiotreiber, der Sample-Rate usw. abhängig. Generell gilt: Je leistungsfähiger der Computer, desto kleiner kann der Puffer ohne die unerwünschten Audiostörungen sein. Die I/O-Puffergröße beeinflusst die Größe der Input-Monitoring-Latenz für den Computer. Die Input-Monitoring-Latenzzeit ist die leichte Verzögerung, die Sie hören, wenn Sie Audio an eine Schnittstelle senden oder Software-Instrumente wiedergeben. Je kleiner die I/O-Puffergröße ist, desto geringer ist die Verzögerung, die Sie hören.

Die folgenden Einstellungen können sich direkt auf die Latenzzeit auswirken, die Sie beim Audio-Monitoring mit Logic hören:

  • I/O-Puffergröße: Kleinere Werte ergeben eine kleinere Monitoring-Latenz. Die Einstellungen repräsentieren die Anzahl der Samples, die Logic für die Input- und Output-Puffer verwendet.
  • Sample-Rate: Höhere Sample-Raten führen zu einer kleineren Latenz bei gleicher Puffereinstellung. Beispiel: Wenn Sie die Puffergröße auf 128 Samples festlegen, ist die Latenz, die vom I/O-Puffer mit einer Sample-Rate von 88,2 kHz hinzugefügt wurde, nur halb so groß wie die Latenz mit einer Sample-Rate von 44,1 kHz.

Die Grundformel, die bestimmt, wie viel Latenz eine bestimmte Einstellung der I/O-Puffergröße zur gesamten Latenzzeit für das Audio-Monitoring beiträgt, lautet

(I/O-Puffergröße/Sample-Rate)*2

Der Quotient aus Puffergröße und Sample-Rate wird mit zwei multipliziert, um Input- und Output-Puffer zu berücksichtigen.

Um die Einstellungen der Puffergröße und Sample-Rate zu ändern, wählen Sie "Logic Express" (oder Logic Pro) > "Einstellungen" > "Audio ..." und den Tab "Geräte".

Niedrigere Puffergrößen und höhere Sample-Rates können zu weniger Monitoring-Latenz führen. Für diese Einstellungen ist jedoch mehr Rechenleistung erforderlich. Wenn Sie die I/O-Puffergröße auf einen für Ihren Computer zu niedrigen Wert für eine reibungslose Abwicklung eingestellt haben, hören Sie u. U. Unterbrechungen, Knack-, Knalllaute oder andere Tonstörungen. Manchmal werden diese in den aufgenommenen Spuren gespeichert und sind später mitunter schwer zu entfernen. Höhere Sample-Rates erfordern ebenfalls entsprechend mehr Rechenleistung. Für höhere Sample-Rates ist demnach auch das Festlegen einer höheren I/O-Puffergröße erforderlich, um auf einem Computer eine gute Leistung zu erzielen. Auch die Art der verwendeten Audioschnittstelle kann die optimale Einstellung der Puffergröße beeinträchtigen. Bei FireWire-Schnittstellen sollte die Einstellung nicht unter 128 liegen. Bei PCI/PCIe-basierten Systemen ist es u. U. möglich, die I/O-Puffergröße auf 64 einzustellen.

In Logic 8 und 9 können Sie die Monitoring-Latenz mit der Einstellung "I/O-Sicherheitspuffer" ganz genau abstimmen. Wenn Sie diese Option auswählen, wird ein zusätzlicher Puffer zur I/O-Puffergröße hinzugefügt. Anders ausgedrückt, mit diesem Puffer können Sie auch Einstellungen auswählen, die zwischen diesen Werten liegen. In den meisten Fällen muss diese Option jedoch nicht ausgewählt werden. 

Die I/O-Puffergröße und der Sicherheitspuffer sind nicht die einzigen Quellen für Monitoring-Latenz auf einem Computer. Durch die Analog-Digital-Converter (AD) in der Audioschnittstelle kommen meist ein bis zwei Millisekunden zur Latenzzeit hinzu. Über den Audiotreiber kommen ebenfalls einige Millisekunden Latenzzeit hinzu, und der Digital-Analog-Converter (DA) fügt auch ein bis zwei Millisekunden Latenz hinzu. Der genaue Anteil der Converter- und Treiber-Latenzzeit variiert je nach Audioschnittstelle. Die Gesamtlatenz für das Audio-Monitoring einer Konfiguration, oft als Roundtrip-Latenz bezeichnet, ist die Summe aus:

  • AD-Converter-Latenz
  • Input-Anteil des I/O-Puffers
  • Audiotreiber-Latenz
  • Output-Anteil des I/O-Puffers
  • DA-Converter-Latenz

Die Roundtrip-Latenz ist bei der Live-Wiedergabe von Software-Instrumenten in Logic meist geringer als beim Audio-Monitoring. Sie ist die Summe aus:

  • Audiotreiber-Latenz
  • Output-Anteil des I/O-Puffers
  • DA-Converter-Latenz

Hinweis: Die Werte von Puffergröße und Sample-Rate sind variabel. Die Werte von Convertern und Audiotreibern sind unveränderlich.

Eine weitere Quelle der Monitoring-Latenz sind bestimmte Plug-Ins, die eine Latenz verursachen. Dieser Effekt kann jedoch ausgeschlossen werden, indem während der Aufnahme der Low-Latency-Modus in Logic 8 und 9 aktiviert wird. Beachten Sie, dass sich der Low-Latency-Modus nur auf die Latenz auswirkt, die von verwendeten Plug-Ins verursacht wird.

 

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