Unterschiedliche Handhabung der Gamma-Korrektur in Shake und in Final Cut Pro
Zusammenfassung
In Shake und Final Cut Pro wird die Gamma-Korrektur von QuickTime Filmen und RGB-Bilddateien unterschiedlich angezeigt und verarbeitet.
Shake nimmt keine automatischen Änderungen an der Gamma-Korrektur von QuickTime oder RGB-Bilddateien und -Sequenzen vor. Sie müssen sicherstellen, dass Ihr Monitor richtig für Ihre Produktionsumgebung kalibriert ist und dass die ViewerLookup-Parameter auf die erforderlichen Werte für Bilder festgelegt sind, damit diese richtig in Shake Viewer angezeigt werden können. Sie sollten insbesondere darauf achten, dass der viewerGamma-Wert 1 beträgt, wodurch die Gamma-Korrektur der im Viewer angezeigten Bilder unverändert bleibt.
Final Cut Pro nimmt andererseits jedoch eine andere Gamma-Korrektur bei QuickTime und RGB-Bilddateien an, die in ein Projekt importiert werden. Die Gamma-Korrektur importierter QuickTime und RGB-Bilddateien wird verschieden in Sequenzen behandelt, die in 8-Bit oder 10-Bit YUV gerendert werden.
Betroffene Produkte
Shake, Final Cut Pro
Tipp: Obwohl es möglich ist, Apple Monitore mit dem Kalibrierungsassistenten in der Systemeinstellung "Monitore" neu zu kalibrieren, sollten Sie die Gamma-Korrektur Ihrer Monitore auf der Einstellung "1,8 Standard-Gammakorrektur" beibehalten, wenn Sie in Final Cut Pro arbeiten. Die ColorSync-Einstellungen werden weder in Shake noch in Final Cut Pro für die automatische Farbkalibrierung oder andere Kompensierungen verwendet.
Probleme bei QuickTime Filmen
Wenn Sie einen QuickTime Film, den Sie in Shake erstellt haben, in Final Cut Pro importieren, stellen Sie möglicherweise einen Unterschied in der angezeigten Gamma-Korrektur des Bildes fest. Dies ist dadurch begründet, dass Final Cut Pro die Gamma-Korrektur der Sequenzen automatisch reduziert, die im Canvas Ihres Computermonitors wiedergegeben werden. Die Gamma-Korrektur von QuickTime Bildern bleibt unverändert, wenn die Sequenz auf Video ausgegeben oder für einen QuickTime Film gerendert wird.
Lösung
Sie können die Shake Viewer Lookup-Steuerungen in den Tab "Parameter" laden und den viewerGamma-Parameter auf .818 ändern, um eine Vorschau Ihrer Komposition anzuzeigen, wie diese im Canvas von Final Cut Pro erscheint. Diese Aktion ändert nur die Anzeige Ihres Bildes in Shake Viewer und hat keinen Einfluss auf die Gamma-Korrektur des letztendlichen gerenderten Bildes des Skripts.
Wodurch wird das Problem verursacht?
Final Cut Pro nimmt an, dass QuickTime Filme für Codecs, die den YUV-Farbraum unterstützen (z. B. DV, DVCPRO 50 und die unkomprimierten 4:2:2-Codecs mit 8-Bit und 10-Bit), mit einer Gamma-Korrektur von 2,2 erstellt werden. Dies ist in der Regel der Fall für Filme, die aus NTSC- oder PAL-Quellen stammen. Wenn Sie die Sequenz auf Video ausgeben oder sie für einen QuickTime Film rendern, ist die Gamma-Korrektur der Ausgabe identisch mit der des Originals, es sei denn, Sie haben eigene Farbkorrekturfilter hinzugefügt.
Während der Wiedergabe auf Ihrem Monitor reduziert Final Cut Pro die Gamma-Korrektur von Sequenzen jedoch automatisch, die im Canvas zu Anzeigezwecken mit 1,8 wiedergegeben werden. Dies wird zur Annäherung an das Bild vorgenommen, das auf einem Übertragungsmonitor zu sehen ist. Durch diese Bildschirmkompensierung wird die tatsächliche Gamma-Korrektur der Clips in Ihrer Sequenz nicht geändert.
Probleme bei RGB-Bilddateien und -Sequenzen
Wenn Sie eine Standbilddatei oder -sequenz von Shake in Final Cut Pro importieren, kann die Gamma-Korrektur falsch verstärkt werden, wenn die Sequenz auf Video ausgegeben oder für einen QuickTime Film gerendert wird.
Lösung
Konvertieren Sie in Shake für Mac OS X Bildsequenzen in QuickTime Filme mithilfe eines FileOut-Knotens, bevor Sie diese in Final Cut Pro importieren. Dies vereinfacht das Importieren und gewährleistet gleichzeitig, dass deren Gamma-Korrektur nicht verändert wird. Verwenden Sie für die höchste Qualität entweder den unkomprimierten 8-Bit oder 10-Bit 4:2:2-Codec, wenn Sie diese Konvertierung vornehmen, abhängig von der Farbtiefe der Ausgangsbilddateien. QuickTime Player wird für diese Aktion nicht empfohlen, da es zu einer unerwünschten Konvertierung der Farbtiefe bei Bildern mit mehr als 8 Bit kommen kann.
Wodurch wird das Problem verursacht?
Final Cut Pro nimmt an, dass alle RGB-Bilddateien mit einer Gamma-Korrektur von 1,8 erstellt werden. Wenn RGB-Bilddateien in Final Cut Pro importiert und zu einer Sequenz bearbeitet werden, für die ein 8-Bit oder 10-Bit YUV-Rendering festgelegt ist, wird die Gamma-Korrektur automatisch auf 2,2 verstärkt, um eine Anpassung an die übrigen Videodateien in Ihrem Projekt herbeizuführen. Diese verstärkte Gamma-Korrektur wird verwendet, wenn die Sequenz auf Video ausgegeben oder für einen QuickTime Film gerendert wird.
Während der Wiedergabe auf Ihrem Monitor reduziert Final Cut Pro die Gamma-Korrektur der Sequenz, die im Canvas zu Anzeigezwecken mit 1,8 wiedergegeben wird. Dies wird zur Annäherung an das Bild vorgenommen, das auf einem Übertragungsmonitor zu sehen ist. Die Standbild-Clips in Ihrer Sequenz werden dennoch verstärkt, wenn die Sequenz auf Video ausgegeben oder für einen QuickTime Film gerendert wird.
Wichtig: Für QuickTime Filme, die mit dem Animations-Codec (unterstützt nur den RGB-Farbraum) komprimiert wurden, wird ebenfalls angenommen, dass diese mit einer Gamma-Korrektur von 1,8 erstellt wurden. Folgerichtig werden auch diese Clips auf 2,2 verstärkt, wenn diese zu einer Sequenz bearbeitet werden, für die ein 8-Bit oder 10-bit YUV-Rendering festgelegt ist.
Tipp: Weitere Informationen zur Festlegung der Rendering-Optionen für eine Sequenz im Tab "Videobearbeitung" unter den Sequenzeinstellungen finden Sie im Final Cut Pro Benutzerhandbuch.